Sonntag, 25. März 2018

TANZ DER AROMEN


Hätte man mich vor ein paar Jahren gefragt, ob ich gerne koche, ich hätte mit einem entschiedenen "Nein!" geantwortet. Ich empfand das Kochen damals als eine relativ frustrane Angelegenheit: Erst steht man gefühlte Ewigkeiten in der Küche, schnibbelt und rührt und werkelt, nur damit das Ergebnis dann innert Minuten weggeputzt ist. Im besten Fall. Denn dann könnte man zumindest davon ausgehen, dass es geschmeckt hat. 😄

Auch heute ist Kochen immer noch nicht mein allerliebster Zeitvertreib, aber ich habe mich mit der Materie angefreundet und kann ihr doch einiges abgewinnen.

Im Hummelzheim wird sehr einfach gekocht. Das rührt unter anderem daher, dass für kulinarische Höhenflüge meine Fähigkeiten schlicht und ergreifend zu beschränkt sind. 😳

Wirklich ausschlaggebend allerdings ist der Punkt, dass ich in den letzten Jahren die Wertigkeit einfacher, ehrlicher und guter Nahrungsmittel schätzen gelernt habe. Von Gemüsen, Früchten und Produkten, die innerhalb ihrer Saison genossen werden, die gerne in Bioqualität daherkommen und keine langen Wege hinter sich haben. 
Regional, saisonal und Bio sind für mich Kriterien, nach denen ich heutzutage praktisch ausschliesslich einkaufe.
Fertiggerichte kommen mir sowieso, wortwörtlich, nicht in die Tüte. Ich will einfach keine Geschmacksverstärker, Stabilisatoren und E's die Reihe rauf und runter in meinem Essen haben!
Und last but not least finde ich es furchtbar anstrengend nach Zutaten suchen zu müssen, von denen ich a) kaum den Namen aussprechen kann und mir b) sicher bin, dass ich sie einmal und nachher wohl nie wieder benutzen werde.



Wie gut ein Gericht aus ein paar wenigen Zutaten schmecken kann haben wir erst heute Mittag wieder festgestellt: Ein Eintopf aus Karotten, Sellerie und Kartoffeln. In relativ grobe Würfel geschnitten mit viel Zwiebeln und Knoblauch angedünstet, mit Fischsauce, einem klitzekleinen Bisschen Goa-Curry und Ingwer weichgekocht und zu guter Letzt "veredelt" durch einen kleinen Becher Sauerrahm.

Wenn man DAS anschliessend ganz bewusst in sich hineinlöffelt, dann schmeckt man die einzelnen Komponenten genau heraus: Das Erdige der Kartoffeln, das so gut harmoniert mit dem aromatischen Sellerie und der Süsse der Karotten. Den Hauch Exotik der Gewürze und das Cremige des Rahmes. Es schmeckte wunderbar!

Es zahlt sich auf jeden Fall aus, sich dieses Quäntchen Zeit zu nehmen, frische Zutaten zu verarbeiten und dann auch genau zu wissen, was man seinem Organismus da angedeihen lässt.
Und ausserdem: Wir kochen immer viel zu viel. Wie schön, wenn man abends nach der Arbeit einfach noch eine Portion aus dem Kühlmöbel ziehen, auf dem Herd warmmachen und dann in aller Ruhe geniessen kann.

Spätestens dann zahlt sich das Bisschen Aufwand mit dem Kochen aus!

🍛🍞🍜🍶🍴🍝🍲



Frohen Start in die neue Woche,

Hummelzherzensgrüsse!






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Kommentare:

  1. ich wollt schon schreiben ich komm zum essen vorbei - aber sellerie! bäh!
    ;-D
    du hast ja sooo recht! ich koche sogar regelrecht gern - manchmal. aber immer und am liebsten die einfachen, erdigen sachen. meine oma sagte immer "mit essen spielt man nicht".
    acker-&gartenfrüchte, milchprodukte, tote tiere und gewürze solange in der küche miteinander zu verrühren und verkochen bis man die zutaten nur noch anhand einer speisekarte auseinanderhalten kann - das ist nicht meins. "schicke" restaurants mit "ambitionierter" karte sind mir ein gräul - nicht nur wegen des albernen publikums. aber in diese "hausmannskost/deutsche küche" lokale gehe ich auch nicht - das zeug kommt ja meist aus der fabrik und wird nurnoch in der micro warmgemacht.......
    wenn du näher wärst dann könnten wir uns immer abwechselnd bekochen - aber bitte kein sellerie. aber das sagte ich ja schon ;-DDD
    herzlichen drücker und alles liebe! xxxxxx

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    1. Keinen Sellerie?? Schaaade....! ;oD Aber nun, wir könnten ja auch jedes andere Gemüse da reinschnibbeln. Ich bin nicht wählerisch! *gg*
      Meine Oma ist, rückblickend, auch in dieser Beziehung ein Vorbild für mich: Sie konnte aus allem was zaubern. Alleine ihre einfachen Schwarzbrotschnitten mit Quark und Schnittlauch drauf waren so lecker. Und sie hat immer mit Hingabe gekocht, war dabei richtig vergnügt. Vieles kam aus dem eigenen Garten, nichts wurde weggeschmissen. Und ihren oft zitierten Satz "Hartes Brot ist nicht hart. KEIN Brot ist hart!" werde ich wohl meinen Lebtag nicht vergessen! Der hat meinen Umgang mit Lebensmitteln nachhaltig geprägt.
      Ja, schade, dass du nicht näher dran bist an uns! Wir hätten wohl viel Spass zusammen. Nicht nur beim Kochen! ;oD
      Schönen Abend und Herzensdrücker ins BWH!

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  2. Liebste Hummel,
    Ich koche zwar tählich, aber nicht wirklich gerne, doch eben diese bodenständigen Zutsten und das bewusste Genießen dind mir für mich und den sTrst drr Familie sehr wichtig!
    Und wenn Kartoffeln dabei sind, dann ist es sowieso meins!
    Ganz ganz liebe Grüße
    Gabi

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    1. Uiii...täglich zu kochen würde mich wohl etwas überfordern, Gabi! ;oD Aber so am WE, das passt.
      Früher, als kleines Mädchen, hab ich immer behauptet, dass ich von Kartoffeln Kopfschmerzen kriege. Heute kann ich eine Schüssel Salzkartoffeln einfach so weglöffeln. Ich liiiebe sie! Keine Kartoffeln mehr? Unvorstellbar......
      Wie schön, wenn ihr und wir uns an so Einfachem freuen können!
      Liebe Grüsse retour!

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  3. Oh ja ich mag auch einfache Gerichte mit wenig Zutaten. Wenn ein Rezept schon eine lange Zutatenliste hat bin ich meist schon raus. Ich liebe Gemüsegerichte, manchmal machen wir nur Saisongemüse mit Kräutern und Brühe und ein wenig Bulgur rein. sattigt und ist lecker und kocht fast von selbst.
    Wünsche Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Tina

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    1. Genau, Tina, und anstelle von Bulgur nehmen wir gerne Couscous. Das ist so ruckzuck fertig- so schnell kann man nicht mal gucken! Und dann eine Sauce aus frischem Gemüse dazu, Reibkäse......herrlich! Aufgewärmt schmeckt es am nächsten und übernächsten Tag noch besser. Da lohnt sich die Kocherei erst recht!
      Hab auch einen ganz entspannten Abend, herzlichste Grüsse!

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  4. Hummelchen, du Liebe, zuerst dachte ich, eigentlich kochen ist auch nicht meine Lieblingsbeschäftigung… aber während ich es dachte, merkte ich, dass in meinem Denken etwas nicht stimmt. Wie, nicht stimmt?
    Und dann bin DEM auf die Schliche gekommen. Es ist nicht der Akt des Kochens oder des Schnippelns, wie bei den Kochprofis, was mich beschäftigt und auch gerade jetzt in der totalen Umwälzung ist, sondern DAS, was dahinter steckt. Dazu kommt auch ein Post von mir, aber kurz gefasst: Ich koche jetzt mit immer mehr Bewusstsein und Verständnis für das, was ich da tue. Mit mehr Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen der Natur, dem Menschen und der Nahrung. Und was ist diese Nahrung für mich und was bedeutet, was ich esse und wie ich esse. Auch das: Seit über zwanzig Jahren bin ich Vegetarier, aber hin und wieder gerne Fisch gegessen. Und jetzt!
    Mein Kopf wundert sich, während mein Körper keinen Fisch mehr essen möchte. Es verändert sich einiges bei mir so gewaltig und so spannend zu neuen Erkenntnissen zu kommen:))
    Und GEMÜSE? Hummelchen, das ist Königsdisziplin!
    Edel und ehrlich, was für großartige Kombination.
    Dein Eintopf wäre ganz nach meinen Geschmack und all das, was du geschrieben hast.
    Hab noch schönen Abend und wunderbare Woche, deine Grażyna

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    1. Du hast völlig Recht, Grazyna: Kochen dient nicht nur einzig der Energiezufuhr für den Körper, nein: Es ist, wenn man sich der Sache mit allen Sinnen zuwendet, eine regelrecht beglückende Geschichte! Ich bin immer so begeistert darüber, wie herrlich Sellerie duftet. Oder Petersilienwurzel! Wie tiefrot Randen sind, und wie herrlich knackig z.B. Kohlrabi schmeckt und wie erdig-süss Kartoffeln. Wenn man das Gemüse schnibbelt und sich die Küche mit diesen Düften anfüllt- ist das nicht einfach toll? Da steigt die Vorfreude auf das Gericht, mag es noch so einfach sein. Und wenn man sicher sein kann, dass es gesundes Gemüse ist, das in der Nähe angebaut und nicht über den halben Erdball geschleift wurde- umso besser. Das generiert einfach ein gutes Gefühl. Und der Magen freut sich auch!
      Bleibt mir weg mit nouvelle cuisine, mit Blattgold auf den Gerichten und anderm neumodischen Blödsinn! Ich will Einfaches, Reelles auf dem Teller haben.
      Auch dir eine schöne, kurze Woche, ganz liebe Grüsse!

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    2. PS: Bin gespannt auf deinen Essen-Post! ;oD

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  5. Das hat bestimmt superlecker geschmeckt liebes Hummelchen, ich liebe Eintöpfe. Kochen ist ja nun auch nicht meine Passion, hab ich deswegen ja extra in der Jugend einen Koch geheiratet, aber auch er hat nach vielen Jahren am Herd beruflich keinen Bock daheim zu kochen, blöd gelaufen, deswegen gibts hier auch fast immer Nudeln oder Blechgemüse mit Dip, viel mehr kann ich nicht.
    Alles Liebe für dich vom Reserl und eine schöne Karwoche

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    1. Reserl, das kann ich gut verstehen, dass dein Mann nach dem Job nicht auch Zuhause noch kochen möchte! ;oD Aber Blechgemüse ist sehr, sehr lecker, meine Mutti machte das oft. Da schmeckt man den Goût der einzelnen Gemüse so richtig raus, es ist weich und saftig.....mmmhhhhh!! Und gesund ist es noch dazu!
      Knuddels an die Pfötchen und herzliche Grüsse!

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  6. Meistens koche ich, aber mein Mann kann's auch sehr gut. Gerade gestern hat er uns ein super köstliches Hühnchen in Orangen-Tandoori-Sauce gezaubert. Wir essen sehr abwchslungsreich und mögen außer der deutschen Küche auch viele italienische, asiatische, mexikanische und französische Gerichte sehr gerne. Außer Tomaten und Hülsenfrüchte kommt aber nix aus der Dose. Ich koche schon gerne, aber wenn die Vorbereitungen für eine Mahlzeit länger als eine halbe Stunde dauern, lässt die Begeisterung meist etwas nach. Letzte Woche habe ich einen Kartoffel-Rosenkohl-Zwiebel-Auflauf gemacht, der war mir dann doch aufwändiger als mir lieb war, obwohl man ihn ja wohl eher zu den einfachen Gerichten zählen würde. Drei Komponenten schälen, schneiden, vorkochen/dünsten und eine Bechamelsauce rühren haben aber dann doch etwas mehr Zeit in Anspruch genommen. War aber lecker.
    Unsere Molly lässt Deine Molly herzlich grüßen. :) Ja, für solche Tierquäler, wie dem, der Molly im Müllcontainer entsorgt hat, kämen mir auch sehr interressante Strafen in den Sinn.
    Liebe Grüße
    Julia

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    1. Molly dankt Molly! Und wie gehts der kleinen Zuckerschnecke denn so?
      Dosen benutzen wir auch kaum, höchstens Pelatti, weil die ja in ihrem fruchtigsten und aromatischten Stadium konserviert werden und dann auch nach ganz viel schmecken. Ich hab mir vorgenommen, jetzt auch mal Hülsenfrüchte, z.B. Linsen, "frisch" zu kochen sprich: Die getrockneten einzuweichen und dann weichzukochen. Ich glaube, das Trocknen ist auch eine schonende Variante, Lebensmittel haltbar zu machen, und ausserdem bleibt da viel Wertvolles drin erhalten.
      Wir mögen Asiatisches auch gerne, vielmehr ist es bei uns eher so "pseudo-asiatisch". Gemüse mit Kokosmilch, Curry oder Erdnussbutter drin. Ich KANN ja eigentlich gar nicht richtig kochen, mixe einfach so Handgelenk-mal-Pie was zusammen, aber immerhin konnte man bisher alles doch essen, *ggg*!
      Liebe Grüsse in die Runde!

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  7. moin moin hummelchen, auch ich koche regional saisonal und bio. bei uns im dorf ist ein biohof, dort gibt es jeden freitag meine gemüsekiste mit lecker obst gemüse brot und eiern. ganz ohne fleisch kann herr puschi nicht. darum gibt es bei uns fleisch und fisch, aber nur bio regional und von einem hof mit eigener schlachterei. mir genügt in der regel auch gemüse käse und eier. wir hatten gestern ofengemüse mit schafskäse- so einfach und lecker. einfach kartoffel, süßkartoffel, rote beete, pastinaken, im sommer auch zucchini und auberginen und tomaten schälen klein schnippeln in größere würfel. alles auf ein backblech geben , mit gutem olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern und für ca. eine halbe stunde bei 200- 220 grad in den ofen. vor ende der garzeit noch schafs oder ziegenkäse würfel darüber. wer will kann noch eine knofisauce aus sauerrahm knofi und salz dazu reichen. geht eigentlich recht fix und man kann gut 2 tage davon essen. wundere dich nicht das alles klein geschrieben ist. habe einen fetten gips. ellenbogen gebrochen. aber die laune ist gut;-)) bin übrigens ganz eurer meinung beate und hummelchen lg Puschi♥

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    1. Liebe Puschi, lese das gerade und wünsche Dir gute Besserung, Du Arme...

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    2. Huiii, Puschi, dann als Erstes mal: Gute Besserung! Wie ist DAS den passiert?? Naja, wenigstens kann dir das nicht die gute Laune verderben...... Aber doof ist es natürlich trotzdem. Kein Handarbeiten und Werkeln für 6 Wochen, ohhjeee!! ;oD
      Öhemm....Ziegen- und Schafskäse mag ich nun leider nicht soooooo gerne. Aber wir geben über beinahe alles am Schluss noch eine Handvoll geriebene Emmentaler-Greyerzermischung. Wenn das dann so herrlich Fäden zieht und so würzig-sämig schmeckt....hhhmmmmmmm!!
      Wir kochen auch immer zuviel und freuen uns, wenn wir uns die Gerichte aufwärmen können- dann schmecken sie nochmal so fein!
      Machs gut, halt die Ohren steif und ganz herzliche Grüsse!

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  8. Oi, das klingt legggaaa, Danke für die guten Ideen. Das mit der Fischsauce, ja, das kann ich mir gut vorstellen. Regional, saisonal, wertig, ohne CHichi und Gedönz, das ist doch wie ein kleiner Triumph, findest Du nicht? Ohne Fieses drin, und der Körper freut sich.
    Ich finde ja, dass das Essen schon beim Zubereiten anfängt, ja, beim Einkaufen auf dem Markt, das ist so... GESUND (und damit meine ich nicht nur die Inhaltsstoffe).
    Da ist auch die Seele happy :))
    Ich wünsche Dir noch so viele schöne Stunden, das Zubereiten, es lebe hoch, wie gering geschätzt wird das doch immer, das ist doch etwas geradezu Heiliges - Geschenke von Mami Erde :))
    Alles Liebe und Danke für den schönen Post, sei innigst gedrückt, Deine Méa

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    1. Genau! Ich schrieb schon bei Grazyna, dass es alleine schon ein regelrechtes Vergnügen ist, an frischem Gemüse zu schnuppern, die schönen Farben und furchigen Oberflächen zu betrachten und immer mal wieder ein Stückchen zu naschen beim Rüsten. Und dann diese Düfte, die beim Kochen durch den Raum wabern! Ja doch, das stimmt einem schon so richtig ein auf die Mahlzeit, die da im Entstehen ist. Man könnte jetzt denken, dass das Kochen eine wahre Passion ist für mich, wenn man liest, was ich so schreibe. ;oD Ich bin froh, dass ich nur am WE kochen muss. Aber dann tue ich es doch mit Vergnügen und bin mit allen Sinnen ganz bei der Sache.
      Interessant festzustellen, dass inzwischen auch Koryphäen wie Jamie Oliver und Konsorten plötzlich wieder auf das Einfache, Ungekünstelte zurückkommen. Und sich sogar intensiv gegen Foodwaste einsetzen. Die haben so viel Reichweite und nutzen ihre Bekanntheit damit für eine gute Sache!
      Bitte gern geschehen! Drüüückerz retour!

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  9. Hallo Frau Hummel,

    ein paar Tage kein Internet und schon gibt es eine Reihe neuer Posts. Doch ehrlicherweise muss ich zugeben, dass die virtuelle Auszeit sehr wohltuend ist, denn ob ich will oder nicht, ich stecke doch ein paar Mal pro Tag die Nase rein. Wenn auch nur bei meinen geschäftlichen To-dos, aber immerhin.

    Da frage ich mich schon, ob ich jemals wieder möchte ganz ohne Internetkontakt sein. Klar findet das Leben hier im Jetzt und real statt, aber es gibt einen guten Austausch, es gibt super Ideen und Infos, die ich sonst nicht bekomme. - Aber das nur am Rande.

    Gemüüüüüüsssse - ich liebe es und habe dieses Jahr festgestellt, dass ich ein absoluter Wintergemüsetyp bin. Alles kohlige und rübelige, da könnte ich mich reinlegen.

    Klar geht das dann im Frühling und Sommer nicht mehr, den Wechsel vollziehe ich schon, aber spätestens im August freue ich mich wieder auf Eintöpfe aller Art.

    Es fällt mir schon seit langem auf und verstärkt sich immer mehr, dass bei meinen Marktgängen mir das Wasser schon im Mund zusammenläuft, wenn ich all die Pracht sehe. Gehe ich in den Supermarkt, streife ich mit den Blicken meist lustlos über das Gemüseangebot und kann mich gar nicht wirklich entscheiden, sofern ich nicht einen schon vorgefertigten Plan habe.

    Das schiebe ich eindeutig in die energetische Ecke, denn genau so ist es. Das Gemüse hat eine Ausstrahlung und diese ist eine ganz andere, wenn ich das Gemüse auf einem Demeterstand kaufe, als in Folie eingeschweißt und aus Spanien importiert.

    Ich koche unglaublich gerne und wie viele mir bestätigen, auch sehr gut und ich bin sehr kreativ und experimentierfreudig, habe aber auch wie Du die Einfachheit schätzen gelernt.

    Ja ja ja, das Alter und so, es wird irgendwie schon alles besser.

    Allerliebste Karwochenvorostergrüße Veronika

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    1. Liebe Veronika,
      deine Frage ob du jemals wieder ohne Internetkontakte auskommen wollen würdest könnte ich für mich ganz klar mit einem "Nein" beantworten. Es ist höchst erstaunlich, wieviele wirklich angenehme und kultivierte Menschen ich über das Bloggen kennengelernt habe. Und welche persönliche Veränderung ich in der Zeit durchgemacht habe! Ich denke, ganz vieles wäre ganz anders, hätte ich nicht mit dem Bloggen angefangen.
      Aber dieses klare "Nein" macht es mir oft auch schwer. Denn es gibt Zeiten, da verspüre ich so Null Lust auf's Bloggen, dass ich nahe dran bin, damit aufzuhören. Doch dann rufe ich mir wieder in Erinnerung, was ich damit verlieren würde. Schwierig, schwierig..... Ich bin mir im Klaren, dass das Bloggen wohl irgendwann von der Bildfläche verschwinden wird. (Und ich meine bereits einen ordentlichen Rückgang an Posts und Kommentaren auf allen möglichen Blogs auszumachen!) Aber ich wünsche mir doch, irgendwie mit meinen liebsten und "seelenverwandtesten" Bloggies in Kontakt zu bleiben. Naja, kommt Zeit, kommt Rat. Wir werden sehen!
      Ja, ich bin auch ein Wintergemüse-Fan! Diese Gemüse sind so handfest und ehrlich, ich liebe sie. Und vermisse sie im Sommer oft! Da kann es dann schon passieren, dass wir uns bei 30° einen Karotten-Sellerie-Kartoffelstampf zubereiten; einfach weil wir so richtig Lust drauf haben!
      Leider gibt es hier praktisch keine wirklich gut sortierten Bauernmärkte, "nur" so ganz kleine mit ein paar Ständen. Man muss also trotzdem immer auch noch ins Warenhaus. Aber der Grossverteiler mit dem grossen "M" hat inzwischen so viele saisonale Bio-Gemüse und Früchte im Angebot, dass man seinen Speisenzettel gut dort ergänzen kann. Hauptsache frisch und keinesfalls um den halben Erdball gekarrt!
      You. Mit fortschreitendem Alter wird so vieles besser, das finde ich auch. Vor allem die Geduld mit sich selber, die Art mit dem eigenen Leben umzugehen und die Freude an dem, was es zu bieten hat. Wen juckt es da, wenn die Gelenke knirschen und die Haut Falten wirft?? ;oD
      Frohe Ostern und herzlichste Grüsse!

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  11. Oh lecker - einfach und wirkungsvoll genau meins - Kochen gehört nicht zu meiner Leidenschaft und ist wahrlich keine Königsdisziplin von mir.... Und ich muss leider täglich kochen von wegen Familia und so... Sicher probier ich gerne was aus und so manchmal ist es für die Tonne manchmal schmeckt es. Ich hab so Standardgerichte die wiederholen sich öfters ähm sehr oft und werden auch gerne gegessen.

    Bei uns gibt es Regionales und ich gehe auf den Wochenmarkt einkaufen und kaufe schon Lebensmittel von sehr guter Qualität.

    Aber Deinen Eintopf den könnt ich jetzt vertragen müsste nur noch etwas frisch geriebener Parmesan drüber ich liebe Essen mit Parmesankäse.

    LG
    Ursula

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    1. Liebe Ursula, wir haben auch Standardgerichte. Eigentlich nur......öhemm. Und wenn ich in der Liste unten angekommen bin, fange ich oben von vorne an. So ungefähr läuft das bei uns, *ggg*! Aber ich wage mich auch manchmal einfach an was dran, schnibble dieses mit jenem zusammen, und eigentlich konnte man das bis jetzt immer essen. Das verbindenede Element ist meist Rahm oder Kokosmilch. Und ja: Auch hier wird auf fast alles fingerdick Reibkäse gebröselt! ;oD
      Ich wünsche dir fröhliche, entspannte Ostern, liebe Grüsse!

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  12. Liebstes Hummelchen,
    ich mag solche Gemüseeintöpfe auch gern - und wenn die Zutaten stimmen, dann mag sie auch mein Mann. Wie du weißt, sind wir ja keine Vegetarier, aber erst neulich haben wir wieder unsere rundum-Bio-Hühnersuppe gemacht, sehr gesund in der kalten Jahreszeit! Da war vom Freilandhuhn über die Karotten und anderen Gemüsen alles Bio, manches davon aus dem Hofladen, die Topinambur sogar aus dem eigenen Garten (unsere erste Ernte für heuer), aber auch einiges aus dem Supermarkt. Und das freut mich, denn JA: Wir Konsumenten bewirken wirklich etwas, wenn wir durch unser Kaufverhalten oder (wie neulich mal wieder) durch Mails an die Geschäftsleitung kundtun, dass wir bei diesem Palmöl-E-Nummern-Tierquäler-Pestizid-Chemie-Mist und Verpackungswahnsinn nicht länger mitmachen wollen. Und ganz offensichtlich werden es wirklich mehr und mehr, die das wünschen. Leider beobachten wir natürich auch immer wieder das Gegenteil, also Einkaufswagen voll mit Plastikzeugs (womit ich nicht nur die Verpackungen, sondern auch die "Nahrungsmittel" meine) und dann wird an der Kasse noch eine Plastiktüte gekauft, weil es ja zu schwierig ist, eine Einkaufstasche mitzunehmen... Aber bitte. Die werden vermutlich nicht so schnell aussterben, aber sie werden weniger, wie mir scheint!
    Alles Liebe, danke fürs ANL-Verlinken und Mitkämpfen -
    und ein schönes Osterwochenende, die Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2018/03/der-marz-2018-war-blaugrun-und.html

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    1. So ist es, liebe Traude: Wir können was bewirken, und unsere Kassenbons sind DIE Stimmzettel überhaupt! Unser Grossverteiler mit dem orangen "M" wird ab 2020 nur noch Freilandeier verkaufen. Ist das nicht toll? Und ich beobachte wie du, dass immer mehr, auch junge, Kunden viel regionale und Bioware in ihren Einkaufswagen spazierenfahren. Das gefällt mir sehr! Aber ich gebe dir Recht: Es gibt leider noch viel zu viele, die wirklich keinen Gedanken daran verschwenden, was sie mit ihrem Konsum bewirken. Da ist das Billigste grad gut genug. Würstchen mit Pouletfleisch aus CHINA, ja gehts denn noch? Handkehrum beobachte ich jeden Samstagmorgen im Hofladen einen jungen Familienvater, Typ Freerider/Surfer ;oD, der zwar in seinem riesigen Landrover Defender angefahren kommt, dafür aber mit seinen beiden kleinen Jungs im Schlepptau seinen WE-Einkauf macht. Das sind immerhin schon 2 Generationen nach mir, die gute Ansätze zeigen und mitbekommen!
      Ja, die Ignoranten werden wohl jeden Tag ein paar weniger, und auf die setze ich meine Hoffnungen!
      Ach ja, und übrigens: Wir essen einmal die Woche im orangen "M" zu Mittag, um anschliessend einzukaufen. Da gab es vor einiger Zeitl eine schriftliche Umfrage, was uns an diesem Restaurant gefällt und was nicht. Unter anderem habe ich bemängelt, dass das Poulet aus Brasilien kommt und ich deshalb keine Gerichte mit diesem Fleisch in diesem Restaurant esse. Kurz darauf war auf der Deklaration zu erkennen, dass nur noch Poulet aus der Schweiz verwendet wird. YESSSS!! Scheinbar war das auch noch andern ein Dorn im Auge......
      Du siehst: Dranbleiben. Und seine Meinung verlauten lassen. Das bringt was!
      In diesem Sinne: Frohe Ostern und herzlichste Grüsse!

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